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| Fairer und offener Wettbewerb |
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| Aufruf zu fairen und offenen Wettbewerb | Worum geht es bei diesem Rechtsstreit?
Inwiefern schädigen Intels Geschäftspraktiken die Verbraucher?
Intels Geschäftspraktiken werden auch außerhalb der USA untersucht, oder?
Ist der Erfolg von AMD nicht ein Hinweis darauf, dass es kein Problem gibt, was dem Fall eher den Boden entzieht?
Ist es nicht legal, dass Intel eine Monopolstellung einnimmt? Wenn ja, warum dann der Rechtsstreit?
Hat AMD überhaupt die Kapazitäten, sein Geschäft erheblich auszubauen?
Welche Schadensersatzforderungen hat AMD und besteht Aussicht auf eine Beilegung?
Wie kann ich helfen?
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| | Fragen: | Worum geht es bei diesem Rechtsstreit?
| | Antworten: | Intel hält ein illegales Monopol im Markt für x86-Mikroprozessoren: Das Unternehmen spricht Drohungen aus, übt Druck aus und schüchtert seine eigenen Kunden ein. Unsere Beschwerde umfasst 48 Seiten mit detaillierten Informationen, nennt namentlich 38 Kunden und führt 7 verschiedene Arten an illegalen Aktivitäten auf drei Kontinenten auf. All das ergibt eine einzige große Kartellrechtsverletzung.
Intels Kunden haben alle die gleiche Wahl: Konditionen zu akzeptieren, die AMD vom Mitbewerb ausschließen, oder alternativ benachteiligende Preise und den Wettbewerb lähmende Behandlung in Kauf nehmen.
Letztendlich zahlen die Verbraucher für dieses Verhalten: durch überhöhte Computerpreise, Innovationen, die nicht zustande kommen, und eine geringere Auswahl an Produkten.
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| | Fragen: | Inwiefern schädigen Intels Geschäftspraktiken die Verbraucher?
| | Antworten: | Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, führt Wettbewerb zu niedrigeren Preisen. Und dem Wettbewerb ist dann am besten gedient, wenn Kunden und Verbraucher sich in einem fairen und offenen, wettbewerbsfreundlichen Markt selbst entscheiden können.
Intel hat seine Kunden – insbesondere die PC-Hersteller – mit finanziellen Drohungen und Einschüchterungsversuchen unter Druck gesetzt und gezwungen, exklusiv mit Intel Geschäfte zu tätigen; Preisnachlässe wurden nur dann gegeben, wenn die Kunden keine AMD-Produkte kauften, unter Androhung von „Vergeltungsmaßnahmen“. Diese PC-Hersteller verkaufen jetzt mit nur geringen Gewinnspannen oder sogar Verlusten, wodurch sie dem wirtschaftlichen Druck von Seiten Intels erst recht nicht standhalten können. Und Intel hat sie auch weiterhin in der Hand, zum Nachteil der Kunden und Verbraucher, die nicht in der Lage sind, sich für AMD-Produkte zu entscheiden. Zusätzlich verschärft Intel die finanzielle Schwäche der PC-Hersteller durch seine Monopolpreise.
Das wirkt sich wiederum auf die Verbraucher aus; sie müssen nämlich auch Monopolpreise bezahlen und können zudem nicht frei aus einem umfassenden Produktangebot wählen.
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| | Fragen: | Intels Geschäftspraktiken werden auch außerhalb der USA untersucht, oder?
| | Antworten: | Jawohl, Intels wettbewerbsschädigendes Verhalten hat zu genauen Untersuchungen überall auf der Welt geführt.
Die japanische Fair Trade Commission hat Intel für schuldig befunden, das Kartellrecht verletzt zu haben und so die Verbraucher zu schädigen; doch nach wie vor verschließt Intel vor diesen Tatsachen die Augen und bekennt sich nicht zu seinen Fehlern. Auch die Europäische Kommission hat im Zuge ihrer anhaltenden Ermittlungen gegen Intel wegen potenzieller Kartellrechtsverstöße Intel-Niederlassungen in ganz Europa sowie die Geschäftsräume anderer Unternehmen, die Computer produzieren oder verkaufen, durchsucht. Auch die südkoreanischen Kartellbehörden untersuchen die Marketing- und Rabattpraktiken von Intel. Die Kommission hat im Vorfeld bereits fünf südkoreanische PC-Hersteller, die von Intel beliefert werden, in diesem Zusammenhang durchsucht und von Intel entsprechende Unterlagen angefordert.
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| | Fragen: | Ist der Erfolg von AMD nicht ein Hinweis darauf, dass es kein Problem gibt, was dem Fall eher den Boden entzieht?
| | Antworten: | AMD hat als erster Hersteller in diesem Frühjahr Dual-Core-Prozessoren ausgeliefert; der AMD-Marktanteil an Servern nimmt zu, und die hochmoderne 300 mm Fab ging im Oktober 2005 in Betrieb.
Kurz gesagt, wird AMDs Marktführerschaft nicht mehr in Frage gestellt, das Geschäft läuft sehr gut und unser Konkurrent versucht, uns einzuholen.
Doch es ist ganz einfach eine Tatsache, dass Intels illegale Geschäftspraktiken uns daran hindern, noch mehr Prozessoren zu verkaufen. Wir wissen das, unsere Kunden wissen das ganz sicher, die japanischen Behörden wissen es, und immer mehr Behörden weltweit werden hellhörig. Ohne Intels illegale Praktiken wäre die Nachfrage nach AMD-Produkten ganz bestimmt noch höher.
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| | Fragen: | Ist es nicht legal, dass Intel eine Monopolstellung einnimmt? Wenn ja, warum dann der Rechtsstreit?
| | Antworten: | Es ist zwar nicht illegal, ein Monopol zu halten, aber gemäß des U.S. Sherman Acts ist es sehr wohl illegal, diese Machtstellung zu missbrauchen und seine Monopolposition durch illegale Mittel aufrecht zu erhalten. Intel hat seine Monopolstellung gesetzwidrig aufrechterhalten: durch Druck, Drohungen und Einschüchterungsversuche gegenüber seinen eigenen Kunden, um sie daran zu hindern, mit AMD ins Geschäft zu kommen. |
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| | Fragen: | Hat AMD überhaupt die Kapazitäten, sein Geschäft erheblich auszubauen?
| | Antworten: | Wir können unseren Produktionsmix innerhalb weniger Tage so umstellen, dass neuer Bedarf für bestimmte Prozessoren erfüllt werden kann. Mittelfristig kann neuer Bedarf durch Halbleiterzulieferer gedeckt werden, und langfristig können sicherlich neue Kapazitäten aufgebaut werden. Doch Wachstum ist für uns nicht möglich, solange Intel illegal die OEMs daran hindert, mit uns Geschäfte zu machen: durch Drohungen, Druck und Einschüchterung.
Im Oktober 2005 hat AMD seine 300mm Fab 36 in Dresden, Deutschland, eröffnet, was die Produktionskapazitäten steigert. Im ersten Quartal 2006 sollen Lieferungen aus der 90nm Produktion erfolgen, Ende 2006 soll die 65nm Produktion anlaufen.
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| | Fragen: | Welche Schadensersatzforderungen hat AMD und besteht Aussicht auf eine Beilegung?
| | Antworten: | Unsere wichtigste Forderung ist, dass Intel seine illegalen Aktivitäten einstellt und dass wieder ein Wettbewerbsumfeld entsteht, in dem Produkte auf Basis ihrer Vorzüge und Qualitäten miteinander konkurrieren können.
Als Resultat des wirtschaftlichen Schadens, den uns Intel durch sein Verhalten zugefügt hat, nämlich ein künstlich beschränkter Marktanteil, höhere Kapitalkosten, verlorene Gewinne und Umsätze sowie Verluste an Bekanntheitsgrad und Werbung, hat AMD beim Gericht eine Unterlassungsklage eingereicht. Diese verbietet es Intel, weiterhin ungesetzlich zu agieren. Weiterer Schadensersatz ist erforderlich wegen des unrechtmäßigen Monopols und als Entschädigung für verloren gegangene Gewinne und wirtschaftlichen Schaden im Zuge von Intels illegalen Aktivitäten. Darüber wird im Verlauf der Gerichtsverhandlung entschieden. Jegliche Entscheidung im Hinblick auf einen Vergleich hängt davon ab, ob Intel sich bereit erklärt, seine illegalen Aktivitäten einzustellen.
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| | Fragen: | Wie kann ich helfen?
| | Antworten: | Wenn Sie uns Ihre Gedanken zum Rechtsstreit sowie der Notwendigkeit eines fairen und offenen Wettbewerbs mitteilen möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an breakfree@amd.com. |
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